As we get it
Bezeichnung der Mitarbeiter in schottischen Brennereien und Whiskyfirmen für den Whisky, wie er frisch und unmittelbar aus dem Faß kommt - oder sogar als
new spirit aus der Brennblase; dann allerdings darf er noch nicht Whisky heißen, weil das eine mindestens dreijährige Faßlagerung voraussetzt. Gemeint ist jedenfalls ein ganz besonderer Stoff: einer, der nicht mit Wasser versetzt, also verdünnt oder gar
kühlgefiltert oder sonst behandelt ist. Der Ausdruck ist somit die volkstümliche Bezeichnung für das, was offiziell original cask strength und/oder manchmal, freilich weniger eindeutig,
high proof genannt wird. Auch auf Flaschen ist sie zu finden: die zum Brauereigiganten Bass Charrington gehörende Firma J. G. Thomson hat die Gewohnheit übernommen, den vom Mutterkonzern abhängigen Pubs neben ihrem Blend Old Inverness (früher eine Marke von HD Wines in Inverness) jeweils einen Single Malt in cask strength, zwischen 55% und 60%, anzubieten. Früher gab es einen
Balvenie, dann einen inzwischen gesuchten Macallan, dann war ein Aberlour im Programm. Im Grunde handelt es sich dabei um eine besondere Form der von den Besitzern der Brennerein nicht immer mit Wohlgefallen gesehen Einzelfaßabfüllung wie sie sonst von den
unabhängigen Abfüllern wie Gordon & MacPhail, Cadenhead oder Signatory bekannt sind. Genau diese Skepsis hat dazu geführt, daß die neue, 1998 herausgekommene Abfüllung mit 60.3% keinen Destillerie-Namen mehr nennt.