WHISKY LEXIKON
HIER STEHT'S
Was bedeutet "Angel's Share" oder "Pot Still"?
Sind das "böhmische Dörfer" oder verwunschene Orte in den Highlands?
Schauen Sie doch einfach im Whisky-Lexikon nach. Entwickelt von Professor Schobert, enthält es mehr als 1800 Stichwörter. 150 der wichtigsten Fachbegriffe sind hier erklärt. Geben Sie einfach Ihren Suchbegriff ein oder verwenden Sie den Index.
Baby Whisky
Bezeichnung für die frisch destillierte Spirituose, die eigentlich nicht so genannt werden darf, weil der Gesetzgeber in Schottland ebenso wie in Irland, USA und Kanada eine bestimmte Mindestreifezeit vorschreibt, ehe die Flüssigkeit Whisk(e)y genannt werden darf. In Schottland und Irland sind das mindestens drei, in USA muß ein Bourbon ohne Altersangabe sogar vier Jahre alt sein. Dort wird das frische Destillat gern als white dog bezeichnet, während in Schottland und Irland entweder von spirit, von new make, zuweilen auch noch von clearic spike und manchmal auch von fillings die Rede ist.
Bezeichnung für die frisch destillierte Spirituose, die eigentlich nicht so genannt werden darf, weil der Gesetzgeber in Schottland ebenso wie in Irland, USA und Kanada eine bestimmte Mindestreifezeit vorschreibt, ehe die Flüssigkeit Whisk(e)y genannt werden darf. In Schottland und Irland sind das mindestens drei, in USA muß ein Bourbon ohne Altersangabe sogar vier Jahre alt sein. Dort wird das frische Destillat gern als white dog bezeichnet, während in Schottland und Irland entweder von spirit, von new make, zuweilen auch noch von clearic spike und manchmal auch von fillings die Rede ist.
Backset
Bezeichnung für ein Verfahren, das in den USA bei der Herstellung von Whiskey allgemein üblich ist, von allen Brennereien in Kentucky angewendet wird und in Tennessee sogar gesetzlich vorgeschrieben ist. Es handelt sich um nichts anderes als um die berühmte sour mash oder thin stillage, also jenen Teil des Rückstandes, der beim Destillieren der wash, des beer in der beer still übrigbleibt. Er wird, nach der Trennung von den festen Getreidebestandteilen, beim Ansetzen der nächsten Maische oder auch der nächsten Fermentation wiederverwendet und hat zwei Aufgaben: Einmal tötet er bestimmte unerwünschte Bakterien und zweitens trägt er dazu bei, daß der Whiskey seinen Charakter von Destillation zu Destillation beibehält.
Bezeichnung für ein Verfahren, das in den USA bei der Herstellung von Whiskey allgemein üblich ist, von allen Brennereien in Kentucky angewendet wird und in Tennessee sogar gesetzlich vorgeschrieben ist. Es handelt sich um nichts anderes als um die berühmte sour mash oder thin stillage, also jenen Teil des Rückstandes, der beim Destillieren der wash, des beer in der beer still übrigbleibt. Er wird, nach der Trennung von den festen Getreidebestandteilen, beim Ansetzen der nächsten Maische oder auch der nächsten Fermentation wiederverwendet und hat zwei Aufgaben: Einmal tötet er bestimmte unerwünschte Bakterien und zweitens trägt er dazu bei, daß der Whiskey seinen Charakter von Destillation zu Destillation beibehält.
Balvenie
Schottische Malt-Destillerie. Ihr Name leitet sich von dem nahegelegenen Balvenie Castle ab, bedeutet Stadt oder Siedlung des Glückes und wird meist auf der zweiten Silbe, manchmal aber auch auf der ersten betont. Sie ist eine der vielen Brennereien des kleinen Örtchens Dufftown in der Speyside und liegt, nur durch eine aufgelassene Bahnstrecke getrennt, in unmittelbarer Nachbarschaft von Glenfiddich Distillery. Wie diese gehört sie der bis heute unabhängigen Firma William Grant & Sons. Deren Gründer erbaute sie 1892 zusammen mit seinen Söhnen nahezu eigenhändig, wobei als Baumaterial Reste des New Balvenie Castle genannten verfallenen Gutshauses verwendet wurden; die ersten stills wurden von Lagavulin und Glen Albyn gebraucht gekauft. Destilliert wird heute mit acht stills, die größer sind als die von Glenfiddich und mit deren Abwärme beheizt werden. Sie haben eine eigenartige Form, eine Art Ballon zwischen der Brennblase und dem Schwanenhals, die mittlerweile auch in anderen Brennereien zu finden ist und Balvenie-Blase heißt. Das Wasser für beide Brennereien kommt von Robbie Dubh. Balvenie hat noch eigene floor maltings, die etwa 15% des benötigten Malz produzieren. Als Destillerie-Abfüllung gab es früher den 10jährigen Founder´s Reserve und einen ca. 18 Jahre alten Classic. 1992, zum 100. Geburtstag von Balvenie, wurde an ihrer Stelle eine Dreier-Serie in einer eigens entwickelten Flasche kreiert, die auch als Set mit einem hübschen Holz-»Tantalus« zu bekommend ist. Sie umfaßt wiederum einen Founder´s Reserve mit 10, einen Single Barrel mit 15 Jahren und in Fassstärke und den 12jährigen Double Wood. Besonders er trägt der Bedeutung Rechnung, die der Ausbau im Faß für einen Single Malt hat: Während der jüngere Malt in Eichenfässern, in denen vorher Bourbon war, lagerte, wurde der 12jährige zum Abschluß der Reifezeit in Sherry-Fässer umgefüllt. Mit ihm erfand David Stewart, Masterblender und »Chefnase« des Hauses, den ersten finishing und setzte damit einen Trend in Gang, der seitdem viele, nicht immer geglückte, Nachahmungen gefunden hat. 1997 bewies Stewart erneut seine Meisterschaft in der Auswahl der richtigen Holzart und der richtigen Zeit für die zweite Reifung: Er ergänzte die drei ersten Malts durch einen sensationellen 21jährigen, dem er eine Nachreife von einigen Monaten im Portwein-faß gegönnt hatte. Von ihm gibt es nur kleine Stückzahlen, aber immerhin etwas mehr als von den Vintages, von denen z.B. ein 1966er herauskam und die, weil immer nur ein Faß abgefüllt wird, wegen ihrer beschränkten Verfügbarkeit von Sammlern gesucht und entsprechend teuer sind. Zuweilen werden auch sehr kleine Mengen bis hin zu Einzelflaschen für besondere Anlässe oder zu Benefizzwecken aufgelegt: So wurde zum 25. Jubiläum des deutschen »Playboy« 25 Flaschen eines 25jährigen Balvenie unter den Lesern verlost.
Schottische Malt-Destillerie. Ihr Name leitet sich von dem nahegelegenen Balvenie Castle ab, bedeutet Stadt oder Siedlung des Glückes und wird meist auf der zweiten Silbe, manchmal aber auch auf der ersten betont. Sie ist eine der vielen Brennereien des kleinen Örtchens Dufftown in der Speyside und liegt, nur durch eine aufgelassene Bahnstrecke getrennt, in unmittelbarer Nachbarschaft von Glenfiddich Distillery. Wie diese gehört sie der bis heute unabhängigen Firma William Grant & Sons. Deren Gründer erbaute sie 1892 zusammen mit seinen Söhnen nahezu eigenhändig, wobei als Baumaterial Reste des New Balvenie Castle genannten verfallenen Gutshauses verwendet wurden; die ersten stills wurden von Lagavulin und Glen Albyn gebraucht gekauft. Destilliert wird heute mit acht stills, die größer sind als die von Glenfiddich und mit deren Abwärme beheizt werden. Sie haben eine eigenartige Form, eine Art Ballon zwischen der Brennblase und dem Schwanenhals, die mittlerweile auch in anderen Brennereien zu finden ist und Balvenie-Blase heißt. Das Wasser für beide Brennereien kommt von Robbie Dubh. Balvenie hat noch eigene floor maltings, die etwa 15% des benötigten Malz produzieren. Als Destillerie-Abfüllung gab es früher den 10jährigen Founder´s Reserve und einen ca. 18 Jahre alten Classic. 1992, zum 100. Geburtstag von Balvenie, wurde an ihrer Stelle eine Dreier-Serie in einer eigens entwickelten Flasche kreiert, die auch als Set mit einem hübschen Holz-»Tantalus« zu bekommend ist. Sie umfaßt wiederum einen Founder´s Reserve mit 10, einen Single Barrel mit 15 Jahren und in Fassstärke und den 12jährigen Double Wood. Besonders er trägt der Bedeutung Rechnung, die der Ausbau im Faß für einen Single Malt hat: Während der jüngere Malt in Eichenfässern, in denen vorher Bourbon war, lagerte, wurde der 12jährige zum Abschluß der Reifezeit in Sherry-Fässer umgefüllt. Mit ihm erfand David Stewart, Masterblender und »Chefnase« des Hauses, den ersten finishing und setzte damit einen Trend in Gang, der seitdem viele, nicht immer geglückte, Nachahmungen gefunden hat. 1997 bewies Stewart erneut seine Meisterschaft in der Auswahl der richtigen Holzart und der richtigen Zeit für die zweite Reifung: Er ergänzte die drei ersten Malts durch einen sensationellen 21jährigen, dem er eine Nachreife von einigen Monaten im Portwein-faß gegönnt hatte. Von ihm gibt es nur kleine Stückzahlen, aber immerhin etwas mehr als von den Vintages, von denen z.B. ein 1966er herauskam und die, weil immer nur ein Faß abgefüllt wird, wegen ihrer beschränkten Verfügbarkeit von Sammlern gesucht und entsprechend teuer sind. Zuweilen werden auch sehr kleine Mengen bis hin zu Einzelflaschen für besondere Anlässe oder zu Benefizzwecken aufgelegt: So wurde zum 25. Jubiläum des deutschen »Playboy« 25 Flaschen eines 25jährigen Balvenie unter den Lesern verlost.
Barleycorn John
In Schottland gerne gebrauchter Name für Bier und Whisky. Er fand seine erste literarische Erwähnung zwar schon 1620 in der »Pleasant new ballad ... of the murther of Sir John Barleycorn«. Aber es war der schottische Nationalbarde Robert Burns, der Hans Gerstenkorn richtig populär machte. »John Barleycorn«, und er sang diesmal von Bier, »John Barleycorn was a hero bold,
Of noble enterprise,
For if you do but taste his blood,
Twill make your courage rise.« In »Tam O´Shanter« dagegen hatte er beide, das Bier (»tipenny«) und das usquabae im Sinn: »Inspiring, bold John Barleycorn!
What dangers thou can make us
scorn!
W´tipenny, we fear nae evil;
Wi´usquabae, we´ll face the devil!« Auch der Schriftsteller Jack London schrieb mit »John Barleycorn« eine Art alkoholischer Autobiographie, benutzt den Namen allerdings als Synonym für Drinks: »At every turn in the world in which I lived, John Barleycorn beckoned. There was no escaping him.
In Schottland gerne gebrauchter Name für Bier und Whisky. Er fand seine erste literarische Erwähnung zwar schon 1620 in der »Pleasant new ballad ... of the murther of Sir John Barleycorn«. Aber es war der schottische Nationalbarde Robert Burns, der Hans Gerstenkorn richtig populär machte. »John Barleycorn«, und er sang diesmal von Bier, »John Barleycorn was a hero bold,
Of noble enterprise,
For if you do but taste his blood,
Twill make your courage rise.« In »Tam O´Shanter« dagegen hatte er beide, das Bier (»tipenny«) und das usquabae im Sinn: »Inspiring, bold John Barleycorn!
What dangers thou can make us
scorn!
W´tipenny, we fear nae evil;
Wi´usquabae, we´ll face the devil!« Auch der Schriftsteller Jack London schrieb mit »John Barleycorn« eine Art alkoholischer Autobiographie, benutzt den Namen allerdings als Synonym für Drinks: »At every turn in the world in which I lived, John Barleycorn beckoned. There was no escaping him.
Barrel
Das Wort bedeutet im Englischen einfach »Faß« und wird als Synonym für cask verwendet. In der Whiskyindustrie gebraucht, meint es aber eine bestimmte Faßgröße. Ein barrel hat ca. 180 Liter und liegt damit zwischen dem quarter und dem hogshead. Wenn man von barrel redet, ist immer ein »american barrel« gemeint: Es ist immer aus amerikanischer Eiche gemacht. Wenn es, meist zerlegt, manchmal auch ganz, aus den USA nach Schottland oder Irland kommt, wurde es in der Regel vorher bereits zur Lagerung und Reifung von Bourbon verwendet.
Das Wort bedeutet im Englischen einfach »Faß« und wird als Synonym für cask verwendet. In der Whiskyindustrie gebraucht, meint es aber eine bestimmte Faßgröße. Ein barrel hat ca. 180 Liter und liegt damit zwischen dem quarter und dem hogshead. Wenn man von barrel redet, ist immer ein »american barrel« gemeint: Es ist immer aus amerikanischer Eiche gemacht. Wenn es, meist zerlegt, manchmal auch ganz, aus den USA nach Schottland oder Irland kommt, wurde es in der Regel vorher bereits zur Lagerung und Reifung von Bourbon verwendet.
Barrel proof
Bezeichnung, die in USA für die Whiskeys verwendet wird, die in Fassstärke abgefüllt werden. In Schottland und Irland spricht man von cask strength.
Bezeichnung, die in USA für die Whiskeys verwendet wird, die in Fassstärke abgefüllt werden. In Schottland und Irland spricht man von cask strength.
Beer
Bezeichnung, die bei der Whisk(e)yherstellung manchmal anstelle des sonst üblichen wash verwendet wird. Gemeint ist damit die alkoholische Flüssigkeit, die gewonnen wird, wenn die wort genannte Maische in den washbacks mit Hefe versetzt und zum Fermentieren gebracht wurde. Der Vorgang dauert 40 bis 72 Stunden und hinterläßt eine säuerlich-bittere Flüssigkeit von 7% bis 9%, deren Stärke durch das anschließende Destillieren stark erhöht werden kann. In Irland und manchmal auch in den USA nennt man die Brennblase, die beim ersten Destilliervorgang eingesetzt wird, oft auch beer still. Dort bezeichnet man das, was nach dem Destillieren am Boden der still zurückbleibt, als spent beer oder stillage. Dabei handelt es sich um genau die Flüssigkeit, die in Kentucky und Tennessee wiederverwendet wird und die Grundlage für das berühmte sour mash-Verfahren bildet.
Bezeichnung, die bei der Whisk(e)yherstellung manchmal anstelle des sonst üblichen wash verwendet wird. Gemeint ist damit die alkoholische Flüssigkeit, die gewonnen wird, wenn die wort genannte Maische in den washbacks mit Hefe versetzt und zum Fermentieren gebracht wurde. Der Vorgang dauert 40 bis 72 Stunden und hinterläßt eine säuerlich-bittere Flüssigkeit von 7% bis 9%, deren Stärke durch das anschließende Destillieren stark erhöht werden kann. In Irland und manchmal auch in den USA nennt man die Brennblase, die beim ersten Destilliervorgang eingesetzt wird, oft auch beer still. Dort bezeichnet man das, was nach dem Destillieren am Boden der still zurückbleibt, als spent beer oder stillage. Dabei handelt es sich um genau die Flüssigkeit, die in Kentucky und Tennessee wiederverwendet wird und die Grundlage für das berühmte sour mash-Verfahren bildet.
Beer still
Bezeichnung, die vor allem in Kanada und in den USA verwendet wird und die Brenn-»Blase« meint, in denen die wash destilliert wird. Besser spricht man allerdings von einer oder zwei Säulen, weil in diesen Ländern nur noch ganz ausnahmsweise pot stills verwendet werden. Statt dessen bildet eine Variante der von Robert Stein und Aeneas Coffey erfundenen patent, continuous oder auch column stills die Grundlage der Produktion. In Kanada besteht die beer still aus zwei Säulen, an die zur Erzielung eines noch reineren, sauberen, freilich auch ziemlich geschmacksneutralen Whisky in einem zweiten Durchgang ein analoges Paar angefügt ist. In USA besteht die beer still aus einer einzigen Säule und das Ergebnis dieser Destillation wird zur Erhöhung der Alkoholstärke noch durch einen doubler oder thumper geschickt.
Bezeichnung, die vor allem in Kanada und in den USA verwendet wird und die Brenn-»Blase« meint, in denen die wash destilliert wird. Besser spricht man allerdings von einer oder zwei Säulen, weil in diesen Ländern nur noch ganz ausnahmsweise pot stills verwendet werden. Statt dessen bildet eine Variante der von Robert Stein und Aeneas Coffey erfundenen patent, continuous oder auch column stills die Grundlage der Produktion. In Kanada besteht die beer still aus zwei Säulen, an die zur Erzielung eines noch reineren, sauberen, freilich auch ziemlich geschmacksneutralen Whisky in einem zweiten Durchgang ein analoges Paar angefügt ist. In USA besteht die beer still aus einer einzigen Säule und das Ergebnis dieser Destillation wird zur Erhöhung der Alkoholstärke noch durch einen doubler oder thumper geschickt.
Blend Blended
Bezeichnung für die Whiskies, die nicht als einzelner Whiskytyp, also etwa in den USA als Straight oder in Schottland als Single Malt abgefüllt werden, sondern als Mischung, als Verschnitt von verschiedenen Typen, Sorten. Das Wort selbst leitet sich vom Altenglischen »blandan« und vom Altnorwegischen »blanda« ab und bedeutet mischen. Fast überall stellen solche Blends oder Blended Whiskies den mengenmäßig größten Teil der Whiskyproduktion dar. In Kanada gibt es, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, überhaupt nur Blends. Die Kanadier haben immer Wert darauf gelegt, daß ihre Whiskies die Produkte weniger von Brennereien als eben von Masterblendern sind. So sagte etwa der Pionier Samuel Bronfman, der Gründer von Seagram, daß »das Destillieren eine Wissenschaft, das Blenden aber eine Kunst« sei. Kanadische Whiskies bestehen in der Regel aus einem hochprozentig destillierten Basiswhisky, mit dem andere Destillate mit weniger Alkoholvolumen verschnitten werden. Auch der Zusatz von flavourings ist gestattet. In Irland ist der früher ausschließlich hergestellte pot still-Whiskey längst auch von Blends abgelöst worden. Es gibt die klassische schottische Form, eine Mischung von Grain- und Malt-Destillaten, die etwa beim Black Bush oder bei einigen Marken von Cooley angewendet wird. Bei den Marken von IDG, die heute alle in Midleton produziert werden, ist das Verfahren nicht ganz eindeutig. Man läßt sich dort nicht gerne in die Karten schauen, erklärt aber gerne, daß Whiskeymachen in Irland die Kunst der Brenner sei. Sie könnten aus verschiedenen Maischen und durch die Kombination von pot stills mit column stills ganz verschiedene Whiskies erzeugen. Ob sie einzeln verwendet oder doch miteinander »verheiratet« werden, wird offengelassen. In den USA sind die Blended Americans heute nicht mehr so bedeutend wie noch in den fünfziger oder sechziger Jahren. Damals war vor allem Seagrams 7 Crowns sehr erfolgreich, ein relativ leichter Whiskey, der seine Verwandtschaft mit den kanadischen Produkten seines Herstellers nicht verleugnen kann. Das ist verständlich, weil die Amerikaner vor allem nach der Prohibition die Erzeugnisse ihrer nördlichen Nachbarn ihren eigenen vorzogen und zur Zeit auch wieder vorziehen. Die amerikanische Variante ist leichter und vor allem viel billiger als die Straights, müssen aber mindestens einen 20%-Anteil an ihnen aufweisen. Der Rest darf dann Neutralsprit aus Getreide sein. Auch ein kleiner Anteil Sherry ist erlaubt, um die Farbe zu verschönern. Die größte Bedeutung haben die Blends aber in Schottland, ja, für viele sind sie immer noch ein Synonym für schottischen Whisky, für Scotch, überhaupt. Obwohl der Verkauf rückläufig ist, sind von 100 verkauften Flaschen von Scotch 90% Blends. Immer noch erwarten die meisten Verbraucher, wenn sie irgendwo einen Scotch bestellen, einen Blend und keinen Malt, dessen Marktanteil zwar in den letzten Jahren beständig gestiegen ist, was von vielen Firmen aber nur als Kompensation für die Verluste beim Blend gesehen wird - eine Tatsache, die einzusehen vor allem Maltliebhabern schwerfällt. Es ist richtig, daß der Malt der originale schottische Whisky war. Aber ebenso richtig ist, daß er sich, vor allem in der Form, die er bis zum letzten Jahrhundert hatte, nicht eignete, um zu einem Getränk von mehr als lokaler Bedeutung zu werden. Es stand ihm genau das im Wege, was ihm heute seinen Erfolg verschafft: daß jeder Malt einen eigenen, individuellen Charakter hat und sogar jedes Faß Malt anders ist als das zweite. Daß schottischer Whisky über die Grenzen des Landes hinaus beliebt wurde, ist zwei Erfindungen zu verdanken: der kontinuierlichen Destillation und der Schaffung des Blends. Durch die neue Destilliermethode gelang es, einen leichteren (manche sagen charakterlosen) Whisky zu erzeugen, der zudem billiger herzustellen war, weil als Ausgangsprodukt nicht die teure gemälzte Gerste, sondern jedes Getreide verwendet werden konnte. Doch erst die Entdeckung, diesen Grain mit den charaktervollen Malts zu verschneiden, brachte den Durchbruch (neben der Reblauskatastrophe in Bordeaux, die den Engländern ihren geliebten Brandy raubte). Als Pionier gilt Andrew Usher, der auf die Idee kam, Malts mit Grains zu verschneiden. Sein Ziel dabei war die Erzeugung eines neuen Whiskytyps, der in Geruch, Geschmack und auch Farbe (sie wurde durch Beigabe von Karamel verbessert) immer wieder konsistent zu reproduzieren war - die Grundlage für eine Hausmarke, für Markenwhisky überhaupt. Ushers Erfindung legte den Grundstein dafür, daß die Whiskyherstellung zu einer großen Industrie heranwachsen und der Scotch zum erfolgreichsten internationalen Getränk werden konnte. Ushers Rezept fand bald Nachahmer. Viele von ihnen waren lokale Lebensmittel- oder Weinhändler. Sie hatten Namen wie Chivas, Ballantine, Walker oder Dewar. Sie machten ihren Hausblend erst im örtlichen Kundenkreis bekannt, begannen aber in der siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts ihre Aktivitäten nach Süden auszudehnen, eroberten London und schließlich die ganze Welt. Viele der großen Marken gehen auf diese Pioniere zurück, die sich aus bescheidenen Anfängen zu mächtigen Firmen entwickelten, deren Besitzer großes Vermögen erwarben und bald auch, wie die Whiskybarone, bedeutende Stellungen im öffentlichen Leben einnahmen. Blends herzustellen ist, man kann Bronfman nur zustimmen, eine Kunst. Sie wird ausgeübt von hochtrainierten Spezialisten, den Masterblendern, die immer wieder aus verschiedenen Ausgangswhiskies ein gleich aussehendes, gleich schmeckendes Produkt komponieren müssen. Sie haben dafür oft eine Formel, die aber Wandlungen unterworfen ist, weil z.B. ein bestimmter Malt nicht mehr zur Verfügung steht. Sie müssen sich ganz auf ihr sensorisches Erinnerungsvermögen und auf ihre Nase verlassen können. Die Qualität ihres Blends bemißt sich immer nach dem Anteil der verwendeten Malts, der zwischen 5% und 60% liegen kann, nach dem Alter der ausgewählten Ausgangswhiskies - und nicht zuletzt danach, wie die bis zu 30, in Einzelfällen sogar bis zu 50 oder mehr Whiskies miteinander harmonieren, besonders, wie die Grains und die Malts zu einer Einheit zusammenwachsen. Wie sie zusammenkommen, wird unterschiedlich gehandhabt. Es ist teurer, erst die Malts und die Grains getrennt zu mischen, dann beide zusammenzubringen und vielleicht sogar noch einige Monate in großen Holzfässern weiterreifen zu lassen, ehe sie, mit Wasser auf die Normalstärke von 40% oder 43% herabgesetzt, abgefüllt werden. Auch der Gesetzgeber redet mit: Er schreibt vor, daß bei einer Altersangabe der jüngste enthaltene Whisky das genannte Alter haben muß. Blends werden in die Segmente Standard, Premium und De luxe eingeteilt. Ihr Preis bemißt sich immer nach dem Alter und dem Maltanteil.
Bezeichnung für die Whiskies, die nicht als einzelner Whiskytyp, also etwa in den USA als Straight oder in Schottland als Single Malt abgefüllt werden, sondern als Mischung, als Verschnitt von verschiedenen Typen, Sorten. Das Wort selbst leitet sich vom Altenglischen »blandan« und vom Altnorwegischen »blanda« ab und bedeutet mischen. Fast überall stellen solche Blends oder Blended Whiskies den mengenmäßig größten Teil der Whiskyproduktion dar. In Kanada gibt es, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, überhaupt nur Blends. Die Kanadier haben immer Wert darauf gelegt, daß ihre Whiskies die Produkte weniger von Brennereien als eben von Masterblendern sind. So sagte etwa der Pionier Samuel Bronfman, der Gründer von Seagram, daß »das Destillieren eine Wissenschaft, das Blenden aber eine Kunst« sei. Kanadische Whiskies bestehen in der Regel aus einem hochprozentig destillierten Basiswhisky, mit dem andere Destillate mit weniger Alkoholvolumen verschnitten werden. Auch der Zusatz von flavourings ist gestattet. In Irland ist der früher ausschließlich hergestellte pot still-Whiskey längst auch von Blends abgelöst worden. Es gibt die klassische schottische Form, eine Mischung von Grain- und Malt-Destillaten, die etwa beim Black Bush oder bei einigen Marken von Cooley angewendet wird. Bei den Marken von IDG, die heute alle in Midleton produziert werden, ist das Verfahren nicht ganz eindeutig. Man läßt sich dort nicht gerne in die Karten schauen, erklärt aber gerne, daß Whiskeymachen in Irland die Kunst der Brenner sei. Sie könnten aus verschiedenen Maischen und durch die Kombination von pot stills mit column stills ganz verschiedene Whiskies erzeugen. Ob sie einzeln verwendet oder doch miteinander »verheiratet« werden, wird offengelassen. In den USA sind die Blended Americans heute nicht mehr so bedeutend wie noch in den fünfziger oder sechziger Jahren. Damals war vor allem Seagrams 7 Crowns sehr erfolgreich, ein relativ leichter Whiskey, der seine Verwandtschaft mit den kanadischen Produkten seines Herstellers nicht verleugnen kann. Das ist verständlich, weil die Amerikaner vor allem nach der Prohibition die Erzeugnisse ihrer nördlichen Nachbarn ihren eigenen vorzogen und zur Zeit auch wieder vorziehen. Die amerikanische Variante ist leichter und vor allem viel billiger als die Straights, müssen aber mindestens einen 20%-Anteil an ihnen aufweisen. Der Rest darf dann Neutralsprit aus Getreide sein. Auch ein kleiner Anteil Sherry ist erlaubt, um die Farbe zu verschönern. Die größte Bedeutung haben die Blends aber in Schottland, ja, für viele sind sie immer noch ein Synonym für schottischen Whisky, für Scotch, überhaupt. Obwohl der Verkauf rückläufig ist, sind von 100 verkauften Flaschen von Scotch 90% Blends. Immer noch erwarten die meisten Verbraucher, wenn sie irgendwo einen Scotch bestellen, einen Blend und keinen Malt, dessen Marktanteil zwar in den letzten Jahren beständig gestiegen ist, was von vielen Firmen aber nur als Kompensation für die Verluste beim Blend gesehen wird - eine Tatsache, die einzusehen vor allem Maltliebhabern schwerfällt. Es ist richtig, daß der Malt der originale schottische Whisky war. Aber ebenso richtig ist, daß er sich, vor allem in der Form, die er bis zum letzten Jahrhundert hatte, nicht eignete, um zu einem Getränk von mehr als lokaler Bedeutung zu werden. Es stand ihm genau das im Wege, was ihm heute seinen Erfolg verschafft: daß jeder Malt einen eigenen, individuellen Charakter hat und sogar jedes Faß Malt anders ist als das zweite. Daß schottischer Whisky über die Grenzen des Landes hinaus beliebt wurde, ist zwei Erfindungen zu verdanken: der kontinuierlichen Destillation und der Schaffung des Blends. Durch die neue Destilliermethode gelang es, einen leichteren (manche sagen charakterlosen) Whisky zu erzeugen, der zudem billiger herzustellen war, weil als Ausgangsprodukt nicht die teure gemälzte Gerste, sondern jedes Getreide verwendet werden konnte. Doch erst die Entdeckung, diesen Grain mit den charaktervollen Malts zu verschneiden, brachte den Durchbruch (neben der Reblauskatastrophe in Bordeaux, die den Engländern ihren geliebten Brandy raubte). Als Pionier gilt Andrew Usher, der auf die Idee kam, Malts mit Grains zu verschneiden. Sein Ziel dabei war die Erzeugung eines neuen Whiskytyps, der in Geruch, Geschmack und auch Farbe (sie wurde durch Beigabe von Karamel verbessert) immer wieder konsistent zu reproduzieren war - die Grundlage für eine Hausmarke, für Markenwhisky überhaupt. Ushers Erfindung legte den Grundstein dafür, daß die Whiskyherstellung zu einer großen Industrie heranwachsen und der Scotch zum erfolgreichsten internationalen Getränk werden konnte. Ushers Rezept fand bald Nachahmer. Viele von ihnen waren lokale Lebensmittel- oder Weinhändler. Sie hatten Namen wie Chivas, Ballantine, Walker oder Dewar. Sie machten ihren Hausblend erst im örtlichen Kundenkreis bekannt, begannen aber in der siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts ihre Aktivitäten nach Süden auszudehnen, eroberten London und schließlich die ganze Welt. Viele der großen Marken gehen auf diese Pioniere zurück, die sich aus bescheidenen Anfängen zu mächtigen Firmen entwickelten, deren Besitzer großes Vermögen erwarben und bald auch, wie die Whiskybarone, bedeutende Stellungen im öffentlichen Leben einnahmen. Blends herzustellen ist, man kann Bronfman nur zustimmen, eine Kunst. Sie wird ausgeübt von hochtrainierten Spezialisten, den Masterblendern, die immer wieder aus verschiedenen Ausgangswhiskies ein gleich aussehendes, gleich schmeckendes Produkt komponieren müssen. Sie haben dafür oft eine Formel, die aber Wandlungen unterworfen ist, weil z.B. ein bestimmter Malt nicht mehr zur Verfügung steht. Sie müssen sich ganz auf ihr sensorisches Erinnerungsvermögen und auf ihre Nase verlassen können. Die Qualität ihres Blends bemißt sich immer nach dem Anteil der verwendeten Malts, der zwischen 5% und 60% liegen kann, nach dem Alter der ausgewählten Ausgangswhiskies - und nicht zuletzt danach, wie die bis zu 30, in Einzelfällen sogar bis zu 50 oder mehr Whiskies miteinander harmonieren, besonders, wie die Grains und die Malts zu einer Einheit zusammenwachsen. Wie sie zusammenkommen, wird unterschiedlich gehandhabt. Es ist teurer, erst die Malts und die Grains getrennt zu mischen, dann beide zusammenzubringen und vielleicht sogar noch einige Monate in großen Holzfässern weiterreifen zu lassen, ehe sie, mit Wasser auf die Normalstärke von 40% oder 43% herabgesetzt, abgefüllt werden. Auch der Gesetzgeber redet mit: Er schreibt vor, daß bei einer Altersangabe der jüngste enthaltene Whisky das genannte Alter haben muß. Blends werden in die Segmente Standard, Premium und De luxe eingeteilt. Ihr Preis bemißt sich immer nach dem Alter und dem Maltanteil.
Blood Tub
Bezeichnung für ein Faß von 30 bis 40 Litern Inhalt. Im letzten Jahrhundert, als Whisky noch nicht in Flaschen abgefüllt, sondern »lose« oder in Steinkrügen verkauft wurde, hatten viele Privathaushalte und vor allem jeder Gentleman, der auf sich hielt, ein eigenes kleines Whiskyfaß im Keller, eben das blood tub. Man ließ es von einem Händler seines Vertrauens immer wieder auffüllen. An die alte Sitte knüpfte das Londoner Wein- und Whiskyhaus La Reserve wieder an, das seinen Kunden Malts im blood tub anbietet. Ohne diesen Namen zu benutzen, hat auch Richard Joynson von Loch Fyne Whiskies ein solches Faß installiert, um seinen Kunden aus seinem living cask diese Version eines Vatted Malt anbieten zu können.
Bezeichnung für ein Faß von 30 bis 40 Litern Inhalt. Im letzten Jahrhundert, als Whisky noch nicht in Flaschen abgefüllt, sondern »lose« oder in Steinkrügen verkauft wurde, hatten viele Privathaushalte und vor allem jeder Gentleman, der auf sich hielt, ein eigenes kleines Whiskyfaß im Keller, eben das blood tub. Man ließ es von einem Händler seines Vertrauens immer wieder auffüllen. An die alte Sitte knüpfte das Londoner Wein- und Whiskyhaus La Reserve wieder an, das seinen Kunden Malts im blood tub anbietet. Ohne diesen Namen zu benutzen, hat auch Richard Joynson von Loch Fyne Whiskies ein solches Faß installiert, um seinen Kunden aus seinem living cask diese Version eines Vatted Malt anbieten zu können.
Bond
Bezeichnung, die für Whiskies (und andere Waren) verwendet wird, für die noch keine Steuer und kein Zoll bezahlt worden sind. Sie lagern in besonders gesicherten bonded warehouses, also in Lagerhäusern, die unter Zollverschluß stehen, in bond sind. Bei Whisk(e)y-Herstellern und Händlern in der ganzen Welt ist diese Methode sehr beliebt, spart sie ihnen doch zunächst viel Geld, das sie anderswo investieren können. Deshalb haben insbesondere die Besitzer von Brennereien viel Lobbyarbeit betrieben, um Gesetze zu erreichen, die das Lagern von frisch destilliertem Whisk(e)y (der meist noch nicht so heißt), von new spirit in bond erlaubten. Die Steuern und Zölle werden erst fällig, wenn ein Faß verkauft oder abgefüllt wird. Nachteil: sie können sich in der Zwischenzeit erheblich verteuert haben. Das bekommen oft auch Whisky-Liebhaber zu spüren, die sich ein neues Faß kaufen, in der Brennerei liegen lassen und sich dann nach zehn Jahren Reifezeit mit einer ziemlich großen Rechnung konfrontiert sehen. Eine besondere Form sind in den USA die bottled in Bond-Whiskeys.
Bezeichnung, die für Whiskies (und andere Waren) verwendet wird, für die noch keine Steuer und kein Zoll bezahlt worden sind. Sie lagern in besonders gesicherten bonded warehouses, also in Lagerhäusern, die unter Zollverschluß stehen, in bond sind. Bei Whisk(e)y-Herstellern und Händlern in der ganzen Welt ist diese Methode sehr beliebt, spart sie ihnen doch zunächst viel Geld, das sie anderswo investieren können. Deshalb haben insbesondere die Besitzer von Brennereien viel Lobbyarbeit betrieben, um Gesetze zu erreichen, die das Lagern von frisch destilliertem Whisk(e)y (der meist noch nicht so heißt), von new spirit in bond erlaubten. Die Steuern und Zölle werden erst fällig, wenn ein Faß verkauft oder abgefüllt wird. Nachteil: sie können sich in der Zwischenzeit erheblich verteuert haben. Das bekommen oft auch Whisky-Liebhaber zu spüren, die sich ein neues Faß kaufen, in der Brennerei liegen lassen und sich dann nach zehn Jahren Reifezeit mit einer ziemlich großen Rechnung konfrontiert sehen. Eine besondere Form sind in den USA die bottled in Bond-Whiskeys.
Bottled in Bond
Bezeichnung für amerikanische Whiskeys, die mittlerweile für eine bestimmte Qualität steht. Ursprünglich handelte es sich um Whiskeys, für die ihre Hersteller nicht gleich nach der Destillation, sondern erst nach der Abfüllung in Flaschen, also erst vor dem Verkauf Steuern zu entrichten brauchten. Unter bestimmten Bedingungen durften sie zoll- und steuerfrei, in bond, einlagern. Ein entsprechendes Gesetz erließ die amerikanische Regierung 1897. Im Gegenzug mußten sich die Brenner verpflichten, ihren Whiskey mindestens vier Jahre reifen zu lassen. Außerdem mußte er 100°/50% Alkoholvolumen haben und durfte nur aus einer einzigen Brennperiode, also meist aus einem einzigen Jahr stammen. Vor allem die lange Lagerzeit war für die damalige Zeit noch ungewöhnlich und sie war es auch, die dafür sorgte, daß die Verbraucher von einem »BiB« besondere Qualität erwarteten. Auch heute verbinden sich mit einem solchen Whiskey besondere Erwartungen. Es ist aber heute, wo es auch viele relativ alte Bourbons gibt, nicht mehr das Alter, sondern eher der Reiz, daß es sich um einen vintage, um Destillate eines Jahres handelt, der solche Whiskeys attraktiv macht.
Bezeichnung für amerikanische Whiskeys, die mittlerweile für eine bestimmte Qualität steht. Ursprünglich handelte es sich um Whiskeys, für die ihre Hersteller nicht gleich nach der Destillation, sondern erst nach der Abfüllung in Flaschen, also erst vor dem Verkauf Steuern zu entrichten brauchten. Unter bestimmten Bedingungen durften sie zoll- und steuerfrei, in bond, einlagern. Ein entsprechendes Gesetz erließ die amerikanische Regierung 1897. Im Gegenzug mußten sich die Brenner verpflichten, ihren Whiskey mindestens vier Jahre reifen zu lassen. Außerdem mußte er 100°/50% Alkoholvolumen haben und durfte nur aus einer einzigen Brennperiode, also meist aus einem einzigen Jahr stammen. Vor allem die lange Lagerzeit war für die damalige Zeit noch ungewöhnlich und sie war es auch, die dafür sorgte, daß die Verbraucher von einem »BiB« besondere Qualität erwarteten. Auch heute verbinden sich mit einem solchen Whiskey besondere Erwartungen. Es ist aber heute, wo es auch viele relativ alte Bourbons gibt, nicht mehr das Alter, sondern eher der Reiz, daß es sich um einen vintage, um Destillate eines Jahres handelt, der solche Whiskeys attraktiv macht.
Bourbon
Amerikanische Whiskeysorte. Sie hat ihren Namen von einem Landkreis in Kentucky, der seinerseits nach dem französischen Adelsgeschlecht benannt ist. Das heutige County Bourbon liegt nordöstlich von Lexington und östlich von Frankfort. Früher war es sehr viel größer als heute und es ist sicher, daß damals in diesem Gebiet auch Whiskey hergestellt wurde. Von den einst über 2000 Brennereien in Kentucky sind heute nur noch eine Handvoll übriggeblieben. Kurioserweise findet sich im modernen County keine von ihnen, der amerikanische Whiskey schlechthin trägt also den Namen eines Gebiets, mit dem er nichts zu tun hat. Tatsächlich ist Bourbon keine Herkunfts-, sondern eine Gattungsbezeichnung. Solange sie sich an seit 1964 genau festgelegte gesetzliche Vorgaben halten, dürfen alle Produzenten in den USA ihr Getreidedestillat Bourbon nennen, wo auch immer ihre stills stehen. Erst in der Verbindung mit dem Begriff »Kentucky Bourbon« wird auch die Herkunft definiert. Will er sich auch Straight nennen, also Kentucky Straight Bourbon, schreibt das »American Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms« vor, daß er aus einer Maische gemacht wird, die zu mindestens 51% aus Corn, also Mais, besteht. In der Praxis sind es meist sehr viel mehr; jede Brennerei hat dafür ihr eigenes Rezept, die mash bill. Sind es mehr als 80%, spricht man von Corn Whiskey. Zur Maische werden auch Anteile von Roggen oder, bei einigen Marken z.B. von Stitzel oder bei Maker´s Mark, auch Weizen verwendet. Ein Anteil von etwa 5% bis 15% ist immer Gerstenmalz, ohne das die Gärung nur schwer in Gang kommen würde. Weitere gesetzliche Vorgaben sind, daß beim Destillieren das erreichte Alkoholvolumen 80% oder 160° nicht überschreiten darf, die aber selten wirklich erreicht werden. Üblich sind etwa 65%. Das Destillat muß anschließend mit Wasser versetzt werden, bevor es in Fässer abgefüllt wird. Auch für sie macht das Gesetz Vorschriften: Sie müsen aus amerikanischer Eiche sein, dürfen nicht für etwas anderes verwendet und müssen vor der Füllung ausgekohlt worden sein. Gelagert werden muß mindestens zwei Jahre, bei den bottled in Bond-Whiskeys sind es sogar vier Jahre. Dies ist auch das Alter, mit dem viele, wenn nicht die meisten Bourbons abgefüllt werden. Sie brauchen weniger Zeit zum Reifen als schottische Whiskies, weil das neue Eichenholz einen sehr großen und schnell spürbaren Einfluß hat. Es verleiht ihnen Vanille- und Karamelnoten. Trägt ein Bourbon keine Altersangabe, ist er mindestens vier Jahre alt. Seit auch die Amerikaner gelernt haben, daß es sich lohnt, neben den Standard-Abfüllungen Whiskeys aus besonders sorgfältig ausgewählten Fässern in sogenannten small batch- oder sogar in single barrel-Abfüllungen herauszubringen, ist auch die Zahl der älteren Bourbons gewachsen. Nicht alle sind überzeugt, daß sie dieses höhere Alter auch verkraften; so haben die Hersteller von Maker´s Mark erst jüngst eine witzige Anzeige geschaltet, in der sie sich über »overaged« Whiskeys lustig machten. Konfusionen schafft auch, daß mehrere Altersstufen eines Whiskey verschiedene Namen tragen. Bourbon spielt auch bei schottischen Malts eine Rolle. Die Schotten sind dankbare Abnehmer all der vielen Fässer, die ihre amerikanischen Freunde und Konkurrenten nicht mehr verwenden dürfen.
Amerikanische Whiskeysorte. Sie hat ihren Namen von einem Landkreis in Kentucky, der seinerseits nach dem französischen Adelsgeschlecht benannt ist. Das heutige County Bourbon liegt nordöstlich von Lexington und östlich von Frankfort. Früher war es sehr viel größer als heute und es ist sicher, daß damals in diesem Gebiet auch Whiskey hergestellt wurde. Von den einst über 2000 Brennereien in Kentucky sind heute nur noch eine Handvoll übriggeblieben. Kurioserweise findet sich im modernen County keine von ihnen, der amerikanische Whiskey schlechthin trägt also den Namen eines Gebiets, mit dem er nichts zu tun hat. Tatsächlich ist Bourbon keine Herkunfts-, sondern eine Gattungsbezeichnung. Solange sie sich an seit 1964 genau festgelegte gesetzliche Vorgaben halten, dürfen alle Produzenten in den USA ihr Getreidedestillat Bourbon nennen, wo auch immer ihre stills stehen. Erst in der Verbindung mit dem Begriff »Kentucky Bourbon« wird auch die Herkunft definiert. Will er sich auch Straight nennen, also Kentucky Straight Bourbon, schreibt das »American Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms« vor, daß er aus einer Maische gemacht wird, die zu mindestens 51% aus Corn, also Mais, besteht. In der Praxis sind es meist sehr viel mehr; jede Brennerei hat dafür ihr eigenes Rezept, die mash bill. Sind es mehr als 80%, spricht man von Corn Whiskey. Zur Maische werden auch Anteile von Roggen oder, bei einigen Marken z.B. von Stitzel oder bei Maker´s Mark, auch Weizen verwendet. Ein Anteil von etwa 5% bis 15% ist immer Gerstenmalz, ohne das die Gärung nur schwer in Gang kommen würde. Weitere gesetzliche Vorgaben sind, daß beim Destillieren das erreichte Alkoholvolumen 80% oder 160° nicht überschreiten darf, die aber selten wirklich erreicht werden. Üblich sind etwa 65%. Das Destillat muß anschließend mit Wasser versetzt werden, bevor es in Fässer abgefüllt wird. Auch für sie macht das Gesetz Vorschriften: Sie müsen aus amerikanischer Eiche sein, dürfen nicht für etwas anderes verwendet und müssen vor der Füllung ausgekohlt worden sein. Gelagert werden muß mindestens zwei Jahre, bei den bottled in Bond-Whiskeys sind es sogar vier Jahre. Dies ist auch das Alter, mit dem viele, wenn nicht die meisten Bourbons abgefüllt werden. Sie brauchen weniger Zeit zum Reifen als schottische Whiskies, weil das neue Eichenholz einen sehr großen und schnell spürbaren Einfluß hat. Es verleiht ihnen Vanille- und Karamelnoten. Trägt ein Bourbon keine Altersangabe, ist er mindestens vier Jahre alt. Seit auch die Amerikaner gelernt haben, daß es sich lohnt, neben den Standard-Abfüllungen Whiskeys aus besonders sorgfältig ausgewählten Fässern in sogenannten small batch- oder sogar in single barrel-Abfüllungen herauszubringen, ist auch die Zahl der älteren Bourbons gewachsen. Nicht alle sind überzeugt, daß sie dieses höhere Alter auch verkraften; so haben die Hersteller von Maker´s Mark erst jüngst eine witzige Anzeige geschaltet, in der sie sich über »overaged« Whiskeys lustig machten. Konfusionen schafft auch, daß mehrere Altersstufen eines Whiskey verschiedene Namen tragen. Bourbon spielt auch bei schottischen Malts eine Rolle. Die Schotten sind dankbare Abnehmer all der vielen Fässer, die ihre amerikanischen Freunde und Konkurrenten nicht mehr verwenden dürfen.
Brauen
Bezeichnung für einen wichtigen Abschnitt bei der Produktion von Whisk(e)y, der allerdings nicht viel anders verläuft als beim Bierbrauen. Er beginnt damit, daß das als Ausgangsprodukt vergesehene Getreide entweder gemälzt oder gekocht worden ist, um seinen Stärkeanteil in Zucker umwandeln zu können. Das geschieht beim Maischen. Die so erzeugte Würze, worts genannt, wird dann mit Hefe wiederum in heißem Wasser zum Gären gebracht, an dessen Ende eine alkoholhaltige Flüssigkeit steht, die in Schottland wash und in den USA beer heißt. Sie kann dann im nächsten Produktionsabschnitt durch Erhitzen in den Brennblasen zu Whisk(e)y werden. In Brennereien ist jeder Mitarbeiter stolz auf seine Arbeit und jeder weiß, daß ohne ihn, seine Kenntnisse und seine Sorgfalt kein Whisk(e)y entstehen könnte. Es herrscht ein Wettstreit, wer dabei den wichtigsten Anteil hat. Besonders die brewer sind zutiefst davon überzeugt, daß sie es sind.
Bezeichnung für einen wichtigen Abschnitt bei der Produktion von Whisk(e)y, der allerdings nicht viel anders verläuft als beim Bierbrauen. Er beginnt damit, daß das als Ausgangsprodukt vergesehene Getreide entweder gemälzt oder gekocht worden ist, um seinen Stärkeanteil in Zucker umwandeln zu können. Das geschieht beim Maischen. Die so erzeugte Würze, worts genannt, wird dann mit Hefe wiederum in heißem Wasser zum Gären gebracht, an dessen Ende eine alkoholhaltige Flüssigkeit steht, die in Schottland wash und in den USA beer heißt. Sie kann dann im nächsten Produktionsabschnitt durch Erhitzen in den Brennblasen zu Whisk(e)y werden. In Brennereien ist jeder Mitarbeiter stolz auf seine Arbeit und jeder weiß, daß ohne ihn, seine Kenntnisse und seine Sorgfalt kein Whisk(e)y entstehen könnte. Es herrscht ein Wettstreit, wer dabei den wichtigsten Anteil hat. Besonders die brewer sind zutiefst davon überzeugt, daß sie es sind.
Broker
Bezeichnung für einen Beruf, der vor allem in der schottischen Whiskyindustrie eine große Rolle spielt, deren Hauptprodukt nicht die Malts, sondern die Blends sind. Deren Hersteller sind, selbst wenn sie eigene Brennereien besitzen, in der Regel immer auch auf Malts von Destillerien angewiesen, die anderen Firmen gehören. Rivalität herrscht in Schottland beim Marketing, aber nicht bei der Produktion, weil im Grund jeder auf jeden angewiesen ist. Deshalb reifen in jeder Brennerei auch Fässer, die sofort nach der Abfüllung von anderen Firmen gekauft wurden. Broker vermitteln solche Fässer mit jungem Destillat (Whisky darf es noch nicht heißen, dazu muß es drei Jahre alt sein). Sie kaufen zum Teil aber auch auf eigene Rechnung und lassen die Fässer für sich reifen. Ein guter und erfolgreicher Broker verfügt auch über Fässer an reifem Whisky, die sofort zum Blenden verwendet oder als Single Malt abgefüllt werden können. Benötigt ein Masterblender einen bestimmten Malt für seinen Markenblend, wendet er sich an den Broker. Aus den Beständen von Brokern stammen aber auch so manche Malts, die von den Unabhängigen als Einzelfaßabfüllung herausgebracht werden. Manche Broker wie z.B. die Hart Brothers sind in den letzten Jahren selbst zu unabhängigen Abfüllern geworden.
Bezeichnung für einen Beruf, der vor allem in der schottischen Whiskyindustrie eine große Rolle spielt, deren Hauptprodukt nicht die Malts, sondern die Blends sind. Deren Hersteller sind, selbst wenn sie eigene Brennereien besitzen, in der Regel immer auch auf Malts von Destillerien angewiesen, die anderen Firmen gehören. Rivalität herrscht in Schottland beim Marketing, aber nicht bei der Produktion, weil im Grund jeder auf jeden angewiesen ist. Deshalb reifen in jeder Brennerei auch Fässer, die sofort nach der Abfüllung von anderen Firmen gekauft wurden. Broker vermitteln solche Fässer mit jungem Destillat (Whisky darf es noch nicht heißen, dazu muß es drei Jahre alt sein). Sie kaufen zum Teil aber auch auf eigene Rechnung und lassen die Fässer für sich reifen. Ein guter und erfolgreicher Broker verfügt auch über Fässer an reifem Whisky, die sofort zum Blenden verwendet oder als Single Malt abgefüllt werden können. Benötigt ein Masterblender einen bestimmten Malt für seinen Markenblend, wendet er sich an den Broker. Aus den Beständen von Brokern stammen aber auch so manche Malts, die von den Unabhängigen als Einzelfaßabfüllung herausgebracht werden. Manche Broker wie z.B. die Hart Brothers sind in den letzten Jahren selbst zu unabhängigen Abfüllern geworden.
Bulk
Bezeichnung für Whiskies, die nicht in Flaschen abgefüllt, sondern in einem losen Gebinde, eben in bulk verkauft werden. Das Wort bedeutet »Menge«, aber auch »sperrig«. Es wird auch angewendet, wenn es um Großeinkauf geht. Die Praxis, nicht in Flaschen abgefüllt, sondern in bulk zu verkaufen, ist in allen Ländern üblich, in denen Whisk(e)y produziert wird. Sie wird aus verschiedenen Gründen und zu verschiedenen Zwecken angewendet, obwohl sie in der Industrie nicht unumstritten ist: Sie erschwert es den Herstellern, die Qualität ihres Produkt zu kontrollieren, was sie, abgesehen von kriminellen Fälschungen, bei Flaschenabfüllungen leichter können. Die größte Bedeutung hat das Liefern in bulk beim Export. In Tanklastwagen oder Containern werden sowohl Einzeldestillate wie auch vorgefertigte Blends verschickt und verschifft. Sie werden für die Füllung von Pralinen und anderen Lebensmitteln verwendet, die mit Whisk(e)y parfümiert werden sollen, dienen aber meist der Herstellung von Whiskies, die im Empfängerland abgefüllt werden. Oft werden aus Schottland importierte Malts mit heimischen Grains verschnitten - ein typisches Beispiel dafür war lange Racke rauchzart. Die größte Menge von Malt in bulk geht nach Japan. In vielen Ländern, z.B. in Südamerika, unterscheidet man im Lande, »national« hergestellte (und natürlich billigere) Blends von den »importierten« und es kann durchaus geschehen, daß die gleiche Marke in beiden Versionen angeboten wird. Für alle anderen Whisk(e)y-Länder sind Zahlen nicht zu bekommen, für Schottland schon: 1997 betrug nach Angaben von Alan S. Gray (in seinem »Whisky Newsletter«) der Anteil von Blends in bulk 14.9% aller Exporte, bei Malts war er 3.69%.
Bezeichnung für Whiskies, die nicht in Flaschen abgefüllt, sondern in einem losen Gebinde, eben in bulk verkauft werden. Das Wort bedeutet »Menge«, aber auch »sperrig«. Es wird auch angewendet, wenn es um Großeinkauf geht. Die Praxis, nicht in Flaschen abgefüllt, sondern in bulk zu verkaufen, ist in allen Ländern üblich, in denen Whisk(e)y produziert wird. Sie wird aus verschiedenen Gründen und zu verschiedenen Zwecken angewendet, obwohl sie in der Industrie nicht unumstritten ist: Sie erschwert es den Herstellern, die Qualität ihres Produkt zu kontrollieren, was sie, abgesehen von kriminellen Fälschungen, bei Flaschenabfüllungen leichter können. Die größte Bedeutung hat das Liefern in bulk beim Export. In Tanklastwagen oder Containern werden sowohl Einzeldestillate wie auch vorgefertigte Blends verschickt und verschifft. Sie werden für die Füllung von Pralinen und anderen Lebensmitteln verwendet, die mit Whisk(e)y parfümiert werden sollen, dienen aber meist der Herstellung von Whiskies, die im Empfängerland abgefüllt werden. Oft werden aus Schottland importierte Malts mit heimischen Grains verschnitten - ein typisches Beispiel dafür war lange Racke rauchzart. Die größte Menge von Malt in bulk geht nach Japan. In vielen Ländern, z.B. in Südamerika, unterscheidet man im Lande, »national« hergestellte (und natürlich billigere) Blends von den »importierten« und es kann durchaus geschehen, daß die gleiche Marke in beiden Versionen angeboten wird. Für alle anderen Whisk(e)y-Länder sind Zahlen nicht zu bekommen, für Schottland schon: 1997 betrug nach Angaben von Alan S. Gray (in seinem »Whisky Newsletter«) der Anteil von Blends in bulk 14.9% aller Exporte, bei Malts war er 3.69%.
Burnt ale
Bezeichnung für hefehaltige Rückstände mit flüssigen und festen Bestandteilen, die beim ersten Destillationsdurchgang am Boden der beer bzw. wash still zurückbleiben. Sie werden in den USA auch stillage genannt und sind, von den festen Teilen getrennt, nichts anderes als die berühmte sour mash. Auch in Schottland wird die auch pot ale genannte Flüssigkeit nicht einfach in die Umwelt »entsorgt«, sondern meist zu proteinhaltigem Viehfutter (dark grains) verarbeitet. In Laguvulin und in Laphroaig allerdings werden sie ins Meer geleitet - mit dem wunderbaren Effekt, daß die dort »geernteten« Jakobsmuscheln besonders groß und wohlschmeckend sind, was nach Meinung der Brennereimanager zweifelsfrei mit ihrer köstlichen Ernährung zu tun hat.
Bezeichnung für hefehaltige Rückstände mit flüssigen und festen Bestandteilen, die beim ersten Destillationsdurchgang am Boden der beer bzw. wash still zurückbleiben. Sie werden in den USA auch stillage genannt und sind, von den festen Teilen getrennt, nichts anderes als die berühmte sour mash. Auch in Schottland wird die auch pot ale genannte Flüssigkeit nicht einfach in die Umwelt »entsorgt«, sondern meist zu proteinhaltigem Viehfutter (dark grains) verarbeitet. In Laguvulin und in Laphroaig allerdings werden sie ins Meer geleitet - mit dem wunderbaren Effekt, daß die dort »geernteten« Jakobsmuscheln besonders groß und wohlschmeckend sind, was nach Meinung der Brennereimanager zweifelsfrei mit ihrer köstlichen Ernährung zu tun hat.
Butt
Bezeichnung für eine Faßgröße. Sie geht auf das gleiche lateinische Wort »butta« zurück, das auch in bottle steckt. Verwendet wird sie schon seit dem Mittelalter, allerdings für durchaus unterschiedliche Faßgrößen. In der modernen Whiskyindustrie faßt ein butt ungefähr 500 Liter und damit etwa doppelt so viel wie ein hogshead. Es ist das zweitgrößte Faß nach dem puncheon. Normalerweise wird es aus spanischer Eiche gefertigt und hat oft schon Sherry enthalten, bevor es für schottischen Malt verwendet wird.
Bezeichnung für eine Faßgröße. Sie geht auf das gleiche lateinische Wort »butta« zurück, das auch in bottle steckt. Verwendet wird sie schon seit dem Mittelalter, allerdings für durchaus unterschiedliche Faßgrößen. In der modernen Whiskyindustrie faßt ein butt ungefähr 500 Liter und damit etwa doppelt so viel wie ein hogshead. Es ist das zweitgrößte Faß nach dem puncheon. Normalerweise wird es aus spanischer Eiche gefertigt und hat oft schon Sherry enthalten, bevor es für schottischen Malt verwendet wird.
