Highlands
Schottische Whiskyregion, die mit Ausnahme der Islands und Campbeltowns alles umfaßt, was nicht zu den
Lowlands gezählt wird, also praktisch den gesamten Norden zwischen Glasgow/Edinburgh und John O´Groats, die den Orkneys gegenüberliegende Landspitze. Die heutige Grenze, die durch eine Linie von Greenock am Clyde im Westen Glasgows und Dundee gezogen wird, geht zurück auf Auseinandersetzungen zwischen den Steuerbehörden der (englischen) Regierung und den Highlandern einerseits, zwischen den kleinen Farmhausbrennern des Nordens und den schon in industriellem Maßstab Malt Whisky erzeugenden Destillern des Südens andrerseits. Ein »Select Committee« des House of Commons zog 1799 nach langwierigen Anhörungen endlich einen Strich zwischen ihnen, die berühmt-berüchtigte
Highland Line. Sie sollte vor allem eine klare Grenze zwischen den für die Brenner nördlich und südlich dieser Linie unterschiedlich erhobenen Steuern sein und war vielleicht sogar als Befriedung gemeint, wurde aber in den Highlands als Diskriminierung empfunden und als Herausforderung zum Schwarzbrennen und zur Legitimierung des Schmuggels. Auf der damals veröffentlichten Karte gab es eine Zwischenzone, deren Nordgrenze weniger westöstlich verlief, sondern weitgehend südnördlich. Sie umfaßte alles, was südlich nicht in den Bergen lag, also auch die die Highlands umgebenden Küstenregionen zwischen Dundee und Nairn/Inverness. Die zweite auf der Karte gezogene und von West nach Ost laufende Linie ist weitgehend identisch mit der heute üblichen.
Zur besseren Unterscheidung und wegen der Größe der Region werden die Highlands - ohne festgeschriebene Grenzen - eingeteilt in die Southern und Northern, die Western und die Eastern Highlands - mit einem Kerngebiet, das nach dem es durchfließenden Fluß die Speyside genannt wird. Einige Autoren geben sich damit nicht zufrieden, sondern versuchen eine noch detailliertere Aufteilung. So bemüht etwa Michael Jackson in seinem Buch »Whisky« noch andere Flüsse wie den Findhorn, den Lossie und den Deveron. Solange es dabei nur um eine bessere Orientierung geht, ist die Sache nicht problematisch. Sie wird es, wenn den »Kleinlagen« auch unterschiedliche Whiskystile nachgesagt werden. Die gibt es nicht; es wird nicht gelingen, alle Malts entweder der ganzen Region oder einzelner Teile von ihr auf einen einheitlichen geschmacklichen Nenner zu bringen, mehr noch, es wäre dem diametral entgegengesetzt, was die Malts so einzigartig und besonders macht: daß jeder seiner eigenen, unverwechselbaren Charakter hat.