Irish Whiskey
Oberbegriff für alle Whiskeyarten, die aus dem Land kommen. Der traditionelle Irish war ein
pot still-Whiskey, der in kupfernen Brennblasen zwei- oder dreimal destilliert sein konnte, aber immer aus Gerste bestand, die zum größeren Teil ungemälzt, zum kleineren gemälzt war, wobei beim Mälzen durchaus auch Torf verwendet werden konnte. Heute ist der Pure Pot Still selten geworden. Es gibt nur noch Green Spot, Old Comber, Redbreast und die Malts von Cooley. Ob letztere sich mit dem Titel schmücken dürfen, ist aber umstritten, denn sie sind, zweimal, ausschließlich aus Gerstenmalz gebrannt. Sie waren die ersten Single Malts neben denen von Bushmills, der bis dahin einzig Überlebenden von den einst so vielen Malt-Brennereien des Landes. Die heute am weitesten verbreitete Form des Irish Whiskey ist der Blend, eine Mischung von pot still- oder eben Malt- mit Grainwhiskies. Seit es sie gibt, hat der Irish nahezu seine Identität verloren, die ihn von allen anderen Whiskies der Welt unterschied. Um so heftiger wird heute auf der Verwendung des »e« bestanden, die es allerdings auch beim amerikanischen Whiskey gibt - und die keineswegs die ursprünglich irische ist. Noch im 19. Jahrhunderte schrieben die Iren Whisky, wie es heute die Schotten und die Kanadier tun. Nicht vergessen werden darf poitín, der irische Schwarzgebrannte, der aber nicht immer ein Whiskey sein muß, sondern auch aus anderem Getreide, Kartoffeln oder Zuckersirup gemacht sein kann.