WHISKY LEXIKON
HIER STEHT'S
Was bedeutet "Angel's Share" oder "Pot Still"?
Sind das "böhmische Dörfer" oder verwunschene Orte in den Highlands?
Schauen Sie doch einfach im Whisky-Lexikon nach. Entwickelt von Professor Schobert, enthält es mehr als 1800 Stichwörter. 150 der wichtigsten Fachbegriffe sind hier erklärt. Geben Sie einfach Ihren Suchbegriff ein oder verwenden Sie den Index.
Pagodas
Sie gehören zu einer schottischen Brennerei wie der Whisky zu Schottland, sie formen ihr Erscheinungsbild und schärfen ihre Silhouette. Nicht jede Destillerie hat freilich ihre Pagoden. Man bemerkt es oft nicht gleich, hat aber oft das Gefühl des Unvollständigen: auf den zweiten Blick realisiert man dann, daß es die fehlenden Pagoden sind. Dabei sind sie nicht immer dagewesen, jedenfalls nicht in der heutigen Form. Es war der in Elgin ansässige Architekt Charles Chree Doig, der beim Umbau von Dailuaine Distillery die Idee hatte, dem bis dahin konisch geformten Rauchabzug über der kiln das inzwischen vertraute Aussehen zu geben. Die gefällige neue symmetrische Form eines Dreiecks fand sofort Anklang und fortan wollten alle Brennereibesitzer auch ihre Pagoden. Doig und seine Söhne selbst entwarfen sie für Aberfeldy, Coleburn, Craigellachie, Cragganmore, Benromach, Dalwhinnie, Dallas Dhu, Glen Elgin, Glen Albyn, Glen Mhor und Imperial. In vielen dieser Destillerien sind sie noch heute zu sehen, leider nicht mehr in Dailuaine, wo ein Feuer sie bereits 1917 zerstörte. Überhaupt hat man den Mann weithin vergessen, der das Wahrzeichen für Schottland und seine wichtigste Industrie geschaffen hat. Kein Denkmal, nicht einmal eine Plakette an seinem Haus in Elgin erinnert an Doig, der das Erscheinungsbild der Brennereien geprägt hat wie kein anderer.
Sie gehören zu einer schottischen Brennerei wie der Whisky zu Schottland, sie formen ihr Erscheinungsbild und schärfen ihre Silhouette. Nicht jede Destillerie hat freilich ihre Pagoden. Man bemerkt es oft nicht gleich, hat aber oft das Gefühl des Unvollständigen: auf den zweiten Blick realisiert man dann, daß es die fehlenden Pagoden sind. Dabei sind sie nicht immer dagewesen, jedenfalls nicht in der heutigen Form. Es war der in Elgin ansässige Architekt Charles Chree Doig, der beim Umbau von Dailuaine Distillery die Idee hatte, dem bis dahin konisch geformten Rauchabzug über der kiln das inzwischen vertraute Aussehen zu geben. Die gefällige neue symmetrische Form eines Dreiecks fand sofort Anklang und fortan wollten alle Brennereibesitzer auch ihre Pagoden. Doig und seine Söhne selbst entwarfen sie für Aberfeldy, Coleburn, Craigellachie, Cragganmore, Benromach, Dalwhinnie, Dallas Dhu, Glen Elgin, Glen Albyn, Glen Mhor und Imperial. In vielen dieser Destillerien sind sie noch heute zu sehen, leider nicht mehr in Dailuaine, wo ein Feuer sie bereits 1917 zerstörte. Überhaupt hat man den Mann weithin vergessen, der das Wahrzeichen für Schottland und seine wichtigste Industrie geschaffen hat. Kein Denkmal, nicht einmal eine Plakette an seinem Haus in Elgin erinnert an Doig, der das Erscheinungsbild der Brennereien geprägt hat wie kein anderer.
Patent still
Bezeichnung für ein Destilliergerät, das in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts erfunden wurde und die Herstellung ganz neuer Whiskyarten möglich machte. Da es die Verwendung auch von ungemälztem Getreide zuläßt und zudem, anders als beim Destillieren von Malt Whisky in pot stills, der Destillationsprozeß nicht nur partienweise, sondern kontinuierlich gestaltet werden kann, kann mit der patent still viel kostengünstiger gearbeitet und in weit größeren Mengen produziert werden. Wegen der Arbeitsweise wird sie auch continuous still, wegen ihrer Form auch column still genannt. Sie basiert auf der Idee, den Alkohol aus der fermentierten wash nicht durch Kochen und Verdampfen in den bis dahin ausschließlich verwendeten pot stills zu gewinnen, sondern die kalte wash unmittelbar durch heißen Dampf vom Alkohol zu »entkleiden«. Als Erfinder der Methode gilt der zur Familie der Haigs gehörende Robert Stein, der sie 1826 zuerst in seiner Brennerei in Kilbaggie ausprobierte. Wenig später stellte der ehemalige irische Steuerbeamte Aneas Coffey ein verbessertes Verfahren vor, das sich bald durchsetzte. Die neue Methode ermöglichte die Produktion eines billigeren, aber auch eines (chemisch gesehen) besseren, weil reineren Whisky und wird heute in Schottland zur Produktion von Grain Whisky eingesetzt. Es ist keine Übertreibung, wenn man behauptet, daß sie die Welt des Whisky verändert hat: Ohne sie hätte in Schottland nicht der Blend erfunden werden können und ohne ihn wiederum wäre der Scotch nicht zum Welterfolg geworden. In Irland, Kanada und den USA ist sie sogar, von geringen Ausnahmen abgesehen, praktisch die einzige Methode für die Herstellung der jeweils landeseigenen Whisk(e)yarten - allerdings gibt es charakteristische Unterschiede im Aufbau. So werden in Kanada zwei Säulenpaare verwendet, die beer still und eine analog aufgebaute Kolonne, während in den USA die beer still nur aus einer Säule besteht und das Destillat dann noch durch einen doubler oder thumper läuft. Im Gegensatz zu den pot stills, deren Anblick auch ein ästhetischer Genuß ist, wirken patent stills sehr unromantisch. Äußerlich unterscheiden sie sich nicht sehr von Anlagen, in denen Öl raffiniert wird. Sie bestehen meist aus zwei bis zu 15 Meter hohen Kupfer- oder Edelstahlsäulen, die miteinander verbunden sind. Die erste Säule ist der analyser, die Trennkolonne, die zweite der rectifyer oder rectifier, die Rektifizierkolonne. In ihrem Inneren sind übereinander geschichtete perforierte Kupfer- (oder Edelstahl-) Platten, von denen jede wie eine kleine Brennblase wirkt. Die kalte wash wird oben in den rectifyer geleitet und trifft dort auf den Dampf, der zuerst unten in den analyser geschickt wird, dort aufsteigt und dann über ein Rohr in den rectifyer geführt wird. In ihm läuft die wash in Kupferrohren im Inneren der Platten nach unten, gelangt schließlich in den analyser, wo sie sich mit dem dort aufsteigenden Dampf vermischt, als Gemisch von Alkohol- und Wasserdampf wieder in den rectifyer gelangt, ehe sie durch die Begegnung mit neu eingefüllter und wieder kalter wash kondensiert. Unbrauchbare Alkohole und Fuselöle, die früher kondensieren, bleiben in der Kolonne zurück und werden weiterdestilliert. Übrig bleibt ein etwa 95% starker Äthylalkohol. Er wird aufgefangen und vor der Abfüllung in die Fässer mit Wasser verdünnt. Der so gewonnene Whisk(e)y ist leicht im Körper und relativ neutral im Geschmack, er ist »reiner« als Malt, erkauft das aber durch einen Mangel an charakterformenden Aromastoffen.
Bezeichnung für ein Destilliergerät, das in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts erfunden wurde und die Herstellung ganz neuer Whiskyarten möglich machte. Da es die Verwendung auch von ungemälztem Getreide zuläßt und zudem, anders als beim Destillieren von Malt Whisky in pot stills, der Destillationsprozeß nicht nur partienweise, sondern kontinuierlich gestaltet werden kann, kann mit der patent still viel kostengünstiger gearbeitet und in weit größeren Mengen produziert werden. Wegen der Arbeitsweise wird sie auch continuous still, wegen ihrer Form auch column still genannt. Sie basiert auf der Idee, den Alkohol aus der fermentierten wash nicht durch Kochen und Verdampfen in den bis dahin ausschließlich verwendeten pot stills zu gewinnen, sondern die kalte wash unmittelbar durch heißen Dampf vom Alkohol zu »entkleiden«. Als Erfinder der Methode gilt der zur Familie der Haigs gehörende Robert Stein, der sie 1826 zuerst in seiner Brennerei in Kilbaggie ausprobierte. Wenig später stellte der ehemalige irische Steuerbeamte Aneas Coffey ein verbessertes Verfahren vor, das sich bald durchsetzte. Die neue Methode ermöglichte die Produktion eines billigeren, aber auch eines (chemisch gesehen) besseren, weil reineren Whisky und wird heute in Schottland zur Produktion von Grain Whisky eingesetzt. Es ist keine Übertreibung, wenn man behauptet, daß sie die Welt des Whisky verändert hat: Ohne sie hätte in Schottland nicht der Blend erfunden werden können und ohne ihn wiederum wäre der Scotch nicht zum Welterfolg geworden. In Irland, Kanada und den USA ist sie sogar, von geringen Ausnahmen abgesehen, praktisch die einzige Methode für die Herstellung der jeweils landeseigenen Whisk(e)yarten - allerdings gibt es charakteristische Unterschiede im Aufbau. So werden in Kanada zwei Säulenpaare verwendet, die beer still und eine analog aufgebaute Kolonne, während in den USA die beer still nur aus einer Säule besteht und das Destillat dann noch durch einen doubler oder thumper läuft. Im Gegensatz zu den pot stills, deren Anblick auch ein ästhetischer Genuß ist, wirken patent stills sehr unromantisch. Äußerlich unterscheiden sie sich nicht sehr von Anlagen, in denen Öl raffiniert wird. Sie bestehen meist aus zwei bis zu 15 Meter hohen Kupfer- oder Edelstahlsäulen, die miteinander verbunden sind. Die erste Säule ist der analyser, die Trennkolonne, die zweite der rectifyer oder rectifier, die Rektifizierkolonne. In ihrem Inneren sind übereinander geschichtete perforierte Kupfer- (oder Edelstahl-) Platten, von denen jede wie eine kleine Brennblase wirkt. Die kalte wash wird oben in den rectifyer geleitet und trifft dort auf den Dampf, der zuerst unten in den analyser geschickt wird, dort aufsteigt und dann über ein Rohr in den rectifyer geführt wird. In ihm läuft die wash in Kupferrohren im Inneren der Platten nach unten, gelangt schließlich in den analyser, wo sie sich mit dem dort aufsteigenden Dampf vermischt, als Gemisch von Alkohol- und Wasserdampf wieder in den rectifyer gelangt, ehe sie durch die Begegnung mit neu eingefüllter und wieder kalter wash kondensiert. Unbrauchbare Alkohole und Fuselöle, die früher kondensieren, bleiben in der Kolonne zurück und werden weiterdestilliert. Übrig bleibt ein etwa 95% starker Äthylalkohol. Er wird aufgefangen und vor der Abfüllung in die Fässer mit Wasser verdünnt. Der so gewonnene Whisk(e)y ist leicht im Körper und relativ neutral im Geschmack, er ist »reiner« als Malt, erkauft das aber durch einen Mangel an charakterformenden Aromastoffen.
Phenols
Bezeichnung für die aromareichen chemischen Bestandteile, die der Whisky aus dem Torf aufnimmt, das beim Trocknen des Malzes in der traditionellen kiln oder in modernen maltings mitverbrannt wird. Die Phenole geben vor allen den Islay Malts ihren charakteristischen Geschmack, der regelmäßig die Geschmäcker scheidet, weil er bei den einen totales Entsetzen und strikte Ablehnung herausfordert, bei den anderen entzückten Jubel provoziert. Allerdings haben die Islays keineswegs einen einheitlichen Geschmack - eben weil sie einen unterschiedlich hohen Anteil an Phenolen aufweisen. Sie werden in ppm, parts per million, gemessen und reichen vom kaum getorften Bunnahabhain mit 5 ppm bis zum Ardbeg mit seinen mächtigen 50 ppm. Dazwischen liegen, laut Mitteilung von Jim McEwan, dem langjährigen Manager von Bowmore (20 ppm), Bruichladdich mit 8, Caol Ila mit 30, Port Ellen mit 25, Laphroaig mit 35 bis 40 und Lagavulin mit 40 ppm. Die Phenole sorgen für Geschmackskomponenten wie Jod, Seetang und Rauch. Chemisch gesehen handelt es sich um Derivate von Hydrocarbonat.
Bezeichnung für die aromareichen chemischen Bestandteile, die der Whisky aus dem Torf aufnimmt, das beim Trocknen des Malzes in der traditionellen kiln oder in modernen maltings mitverbrannt wird. Die Phenole geben vor allen den Islay Malts ihren charakteristischen Geschmack, der regelmäßig die Geschmäcker scheidet, weil er bei den einen totales Entsetzen und strikte Ablehnung herausfordert, bei den anderen entzückten Jubel provoziert. Allerdings haben die Islays keineswegs einen einheitlichen Geschmack - eben weil sie einen unterschiedlich hohen Anteil an Phenolen aufweisen. Sie werden in ppm, parts per million, gemessen und reichen vom kaum getorften Bunnahabhain mit 5 ppm bis zum Ardbeg mit seinen mächtigen 50 ppm. Dazwischen liegen, laut Mitteilung von Jim McEwan, dem langjährigen Manager von Bowmore (20 ppm), Bruichladdich mit 8, Caol Ila mit 30, Port Ellen mit 25, Laphroaig mit 35 bis 40 und Lagavulin mit 40 ppm. Die Phenole sorgen für Geschmackskomponenten wie Jod, Seetang und Rauch. Chemisch gesehen handelt es sich um Derivate von Hydrocarbonat.
Pot still
Bezeichnung für eine bestimmte Form des Destillierapparates, die heute vor allem noch in schottischen Brennereien eingesetzt wird, die reinen Malt Whisky produzieren. Die Gesetze schreiben vor, daß dafür ausschließlich gemälzte Gerste verwendet werden darf und ausschließlich in pot stills destilliert werden muß. In Irland dagegen ist es erlaubt, auch ungemälztes Getreide zu nehmen, obwohl auch in Bushmills nur Gerstenmalz eingesetzt wird. Irischer Whiskey wurde früher ebenfalls nur in pot stills destilliert. Heute ist der Pure Pot Still, der einst ein Synonym für Irish Whiskey war, sehr selten geworden; es gibt bedauerlicherweise nur noch wenige Sorten wie den Redbreast oder den Green Spot. Traditionellerweise waren die irischen pot stills zwar in der Form den schottischen ähnlich, aber ungleich größer. In Midleton kann im Museum die größte der Welt besichtigt werden; sie ist so groß wie ein Einfamilienhaus. Auch in Schottland findet man verschiedene Größen und auch verschiedene Formen. Sie sind zwiebelförmig oder sehen aus wie Birnen, sind manchmal klein wie in Edradour, dick und gedrungen wie die von Glenfiddich oder Macallan und zuweilen hoch und schlank wie die von Glenmorangie und sie haben manchmal eine zweite, ringförmige Ausbuchtung wie in Balvenie. Form und Größe sind keineswegs willkürlich, sie haben Einfluß auf den Charakter des Destillats: Je größer, desto leichter, je kleiner desto fülliger und öliger der Whisky. Brennmeister glauben fest an die Form ihrer stills, die sich abnützen können und dann ersetzt oder ausgebessert werden müssen. Sie werden immer durch exakte Kopien der ausgemusterten ersetzt und wenn eine Brennerei ihre Kapazität erhöhen will, werden nicht etwa die stills vergrößert, sondern nur ihre Zahl erhöht. Die neuen sehen aus wie die schon vorhandenen. Pot stills sind immer aus Kupfer, einem Metall, das offensichtlich ganz besonders gut für Whisk(e)y geeignet ist und seine Qualität zu beeinflussen scheint. Man kann mit einer einzigen pot still auskommen, aber meist treten sie pärchenweise auf. Der erste Durchlauf erfolgt in der wash oder low wines still, der zweite in der spirit still. In Schottland gibt es manchmal, in Irland immer einen dritten Durchlauf. Er findet dann in der intermediate still statt.
Bezeichnung für eine bestimmte Form des Destillierapparates, die heute vor allem noch in schottischen Brennereien eingesetzt wird, die reinen Malt Whisky produzieren. Die Gesetze schreiben vor, daß dafür ausschließlich gemälzte Gerste verwendet werden darf und ausschließlich in pot stills destilliert werden muß. In Irland dagegen ist es erlaubt, auch ungemälztes Getreide zu nehmen, obwohl auch in Bushmills nur Gerstenmalz eingesetzt wird. Irischer Whiskey wurde früher ebenfalls nur in pot stills destilliert. Heute ist der Pure Pot Still, der einst ein Synonym für Irish Whiskey war, sehr selten geworden; es gibt bedauerlicherweise nur noch wenige Sorten wie den Redbreast oder den Green Spot. Traditionellerweise waren die irischen pot stills zwar in der Form den schottischen ähnlich, aber ungleich größer. In Midleton kann im Museum die größte der Welt besichtigt werden; sie ist so groß wie ein Einfamilienhaus. Auch in Schottland findet man verschiedene Größen und auch verschiedene Formen. Sie sind zwiebelförmig oder sehen aus wie Birnen, sind manchmal klein wie in Edradour, dick und gedrungen wie die von Glenfiddich oder Macallan und zuweilen hoch und schlank wie die von Glenmorangie und sie haben manchmal eine zweite, ringförmige Ausbuchtung wie in Balvenie. Form und Größe sind keineswegs willkürlich, sie haben Einfluß auf den Charakter des Destillats: Je größer, desto leichter, je kleiner desto fülliger und öliger der Whisky. Brennmeister glauben fest an die Form ihrer stills, die sich abnützen können und dann ersetzt oder ausgebessert werden müssen. Sie werden immer durch exakte Kopien der ausgemusterten ersetzt und wenn eine Brennerei ihre Kapazität erhöhen will, werden nicht etwa die stills vergrößert, sondern nur ihre Zahl erhöht. Die neuen sehen aus wie die schon vorhandenen. Pot stills sind immer aus Kupfer, einem Metall, das offensichtlich ganz besonders gut für Whisk(e)y geeignet ist und seine Qualität zu beeinflussen scheint. Man kann mit einer einzigen pot still auskommen, aber meist treten sie pärchenweise auf. Der erste Durchlauf erfolgt in der wash oder low wines still, der zweite in der spirit still. In Schottland gibt es manchmal, in Irland immer einen dritten Durchlauf. Er findet dann in der intermediate still statt.
Premium
Bezeichnung, die vor allem in Schottland für eine mittlere Kategorie von Blends gebraucht wird. Sie stehen zwischen den einfachen Standards und den De luxe-Blends, die im oberen Marktsegment rangieren. Auch sie haben, wie die Standards, meist keine Altersangabe, weisen aber einen höheren Maltanteil auf - und sind auf jeden Fall teurer. In der jährlich erscheinenden »Scotch Whisky Industry Review« nennt Whisky-Börsen-Guru Alan S. Gray als Beispiele für Premiums Ballantine´s, Bell´s, amous Grouse, J & B, Johnnie Walker Red Label und Teacher´s.
Bezeichnung, die vor allem in Schottland für eine mittlere Kategorie von Blends gebraucht wird. Sie stehen zwischen den einfachen Standards und den De luxe-Blends, die im oberen Marktsegment rangieren. Auch sie haben, wie die Standards, meist keine Altersangabe, weisen aber einen höheren Maltanteil auf - und sind auf jeden Fall teurer. In der jährlich erscheinenden »Scotch Whisky Industry Review« nennt Whisky-Börsen-Guru Alan S. Gray als Beispiele für Premiums Ballantine´s, Bell´s, amous Grouse, J & B, Johnnie Walker Red Label und Teacher´s.
Proof
Bezeichnung für die standardisierte Messung der Alkoholstärke von Getränken, die bis Januar 1980 auch in Großbritannien üblich war, heute aber nur noch in Nordamerika verwendet wird. Auch dort wird sie allerdings zunehmend von der modernen Messung abgelöst, die auf der Methode von Guy-Lussac der International Organisation of Legal Metrology beruht, die die Alkoholstärke in Volumenprozenten, gemessen bei einer Temperatur von 20° Celsius, mißt. Eine feste Temperatur wurde bei der Bestimmung auch vorher zugrunde gelegt. Sie betrug 51° - allerdings in Fahrenheit und in Großbritannien, anders als in Amerika, wo bei 60° F gemessen wurde. Deshalb sind verwirrenderweise British und American proof nicht identisch. Einfach ist es mit der amerikanischen Messung, die immer exakt doppelt so hoch ist wie die in Prozenten. 50% entsprechen also genau 100°. In der britischen Definition aber entsprechen 100° 57%. 1952 wurde festgelegt, daß »Branntwein dann Normalstärke hat, wenn das Volumen des in ihm enthaltenen Äthylalkohols zusammen mit dem aufgefüllten destillierten Wasser ein Gewicht von zwölf Dreizehnteln dessen ausmacht, was ein gleiches Quantum an destilliertem Wasser wiegt«. Das ist zwar weit genauer als die früher übliche Methode, die Stärke dadurch zu bestimmen, daß man Schießpulver mit Alkohol anfeuchtete und durch eine brennende Kerze prüfte, ob er sich entzündete. Das Hydrometer machte zwar genauere Methoden möglich, aber man brauchte immer noch Tabellen, um zu ermitteln, wieviel Wasser und wieviel Alkohol eine Flasche enthielt. Komplizierte Formeln erklärten, warum 70 britische proof 80 amerikanischen entsprachen. Die Aufgabe von Gewohnheiten kann, auch beim Whisky, manchmal tatsächlich ein Fortschritt sein; das Leben macht sie in diesem Fall allemal leichter.
Bezeichnung für die standardisierte Messung der Alkoholstärke von Getränken, die bis Januar 1980 auch in Großbritannien üblich war, heute aber nur noch in Nordamerika verwendet wird. Auch dort wird sie allerdings zunehmend von der modernen Messung abgelöst, die auf der Methode von Guy-Lussac der International Organisation of Legal Metrology beruht, die die Alkoholstärke in Volumenprozenten, gemessen bei einer Temperatur von 20° Celsius, mißt. Eine feste Temperatur wurde bei der Bestimmung auch vorher zugrunde gelegt. Sie betrug 51° - allerdings in Fahrenheit und in Großbritannien, anders als in Amerika, wo bei 60° F gemessen wurde. Deshalb sind verwirrenderweise British und American proof nicht identisch. Einfach ist es mit der amerikanischen Messung, die immer exakt doppelt so hoch ist wie die in Prozenten. 50% entsprechen also genau 100°. In der britischen Definition aber entsprechen 100° 57%. 1952 wurde festgelegt, daß »Branntwein dann Normalstärke hat, wenn das Volumen des in ihm enthaltenen Äthylalkohols zusammen mit dem aufgefüllten destillierten Wasser ein Gewicht von zwölf Dreizehnteln dessen ausmacht, was ein gleiches Quantum an destilliertem Wasser wiegt«. Das ist zwar weit genauer als die früher übliche Methode, die Stärke dadurch zu bestimmen, daß man Schießpulver mit Alkohol anfeuchtete und durch eine brennende Kerze prüfte, ob er sich entzündete. Das Hydrometer machte zwar genauere Methoden möglich, aber man brauchte immer noch Tabellen, um zu ermitteln, wieviel Wasser und wieviel Alkohol eine Flasche enthielt. Komplizierte Formeln erklärten, warum 70 britische proof 80 amerikanischen entsprachen. Die Aufgabe von Gewohnheiten kann, auch beim Whisky, manchmal tatsächlich ein Fortschritt sein; das Leben macht sie in diesem Fall allemal leichter.
Pure Malt
Bezeichnung für einen Whiskytyp, der sich indes nicht eindeutig definieren läßt, was die Verwendung des Begriffs manchmal mißverständlich macht. Während die Bezeichnungen Single Malt und Vatted Malt auf der einen Seite immer für einen Malt Whisky verwendet werden, der entweder aus einer einzigen, meist auch namentlich bekannten, Brennerei stammt oder aus den Malt Whiskies von verschiedenen Brennereien komponiert, eben »vatted« ist, kann »Pure Malt« beides meinen. Die Unklarheit kommt aus einer Zeit, in der Single Malts noch eine Rarität waren. So haben William Grant & Sons ihren Glenfiddich, den ersten Single Malt, der außerhalb Schottlands vermarktet wurde, zuerst als »Pure Malt« bezeichnet, und bis vor kurzem standen beide Bezeichnungen auf den Flaschen dieses Klassikers und Pioniers. Seit allerdings immer mehr Malts in Eigentümer-Abfüllung verfügbar wurden, wird zumindest in Schottland darauf geachtet, für Klarheit zu sorgen. Wenn heute auf einer schottischen Flasche nur »Pure Malt« steht, ist in der Regel ein Vatted gemeint - aber eben nur in der Regel. In anderen Ländern ist man noch weniger konsequent. Besonders die Japaner verwenden gerne die Bezeichnung »Pure Malt« - und haben damit Gerüchten Vorschub geleistet, ihre Malts enthielten vielleicht doch nicht nur in Japan destillierten Malt, sondern manchmal auch ein bißchen schottischen (was nicht erstaunlich wäre, weil sowohl Suntory wie auch Nikka Brennereien in Schottland besitzen und Kirin natürlich über Seagram Zugriff hätte). Ein anderes Beispiel ist der deutsche Malt Piraten Whisky, den sein Hersteller Robert Fleischmann als »Pure Malt« bezeichnet, obwohl er eindeutig ein Single ist.
Bezeichnung für einen Whiskytyp, der sich indes nicht eindeutig definieren läßt, was die Verwendung des Begriffs manchmal mißverständlich macht. Während die Bezeichnungen Single Malt und Vatted Malt auf der einen Seite immer für einen Malt Whisky verwendet werden, der entweder aus einer einzigen, meist auch namentlich bekannten, Brennerei stammt oder aus den Malt Whiskies von verschiedenen Brennereien komponiert, eben »vatted« ist, kann »Pure Malt« beides meinen. Die Unklarheit kommt aus einer Zeit, in der Single Malts noch eine Rarität waren. So haben William Grant & Sons ihren Glenfiddich, den ersten Single Malt, der außerhalb Schottlands vermarktet wurde, zuerst als »Pure Malt« bezeichnet, und bis vor kurzem standen beide Bezeichnungen auf den Flaschen dieses Klassikers und Pioniers. Seit allerdings immer mehr Malts in Eigentümer-Abfüllung verfügbar wurden, wird zumindest in Schottland darauf geachtet, für Klarheit zu sorgen. Wenn heute auf einer schottischen Flasche nur »Pure Malt« steht, ist in der Regel ein Vatted gemeint - aber eben nur in der Regel. In anderen Ländern ist man noch weniger konsequent. Besonders die Japaner verwenden gerne die Bezeichnung »Pure Malt« - und haben damit Gerüchten Vorschub geleistet, ihre Malts enthielten vielleicht doch nicht nur in Japan destillierten Malt, sondern manchmal auch ein bißchen schottischen (was nicht erstaunlich wäre, weil sowohl Suntory wie auch Nikka Brennereien in Schottland besitzen und Kirin natürlich über Seagram Zugriff hätte). Ein anderes Beispiel ist der deutsche Malt Piraten Whisky, den sein Hersteller Robert Fleischmann als »Pure Malt« bezeichnet, obwohl er eindeutig ein Single ist.
